Freitag, 26.8.2016 – Der Rigger muss vom Flughafen abgeholt werden!

Der Rigger = Monteur, kommt heute aus London angereist. Im Gepäck 3 Tentakel à 6m und 2 à 10m. Die grünen Ärmchen sollen am nächsten Tag aus dem Alten Hafenamt ragen und die Besucher des Hafenspaziergangs 2016 erfreuen. Die Maschine aus London hat zwei Stunden Verspätung, eigentlich ist sie noch gar nicht gestartet. Irgendwas mit den Bremsen. Dann endlich öffnet sich die Tür und spuckt ein paar genervte Passagiere aus. David, der Rigger, ist auch dabei, im Schlepp zwei große Taschen. Das ist sie wohl, die gigantische Installation für morgen. Bevor wir David ins Hotel bringen, schauen wir uns erstmal den Tatort an. Also ab ins Hafenamt. Jetzt kommt wieder Leben in den luftlosen Monteur. Das Gebäude findet er super und total würdig für die Kunst von Filthy Luker. Beim Anblick der Fenster entweicht ihm ein „narrow, narrow...“ Oje, narrow klingt nicht gut. Wir betreten das Hafenamt und checken gemeinsam die Situation der Fenster. Alles ok! Es gibt keine Probleme.

 

Samstag, 27.8.2016
 – Und Action!

David befreit die Tentakel aus ihrem Käfig und versorgt sie mit Luft. Für die Sandsäcke, die zur Beschwerung der Installation nötig sind, hat das Krakenteam schon im Vorfeld gesorgt. 80 kilo pro Arm! Während es sich Inneren des Kraken bläht, wird hinter dem Gebäude kräftig geschuftet, damit es unseren Gästen bei der Hitze gut geht. Aus dem Pavillon plätschern chillige Sounds, die kalten Getränke warten auf ihre Eröffnung. Um 10 Uhr treffen die Jungs von mkplus.de ein. Sie haben auch ein achtarmiges Monster dabei – es heißt Oktokopter. Hoffentlich verstehen sich die beiden gut. Die Krakenarme sind jetzt gut positioniert und winken schon die ersten Neugierigen herbei. Die Drohne ist startklar und beginnt ihren Anflug auf das Krakenamt. Tapfer filmt und fotografiert die Kleine den Giganten aus schwindelerregender Höhe. Bilder, die es so nie wieder geben wird! > Zum Film

Um 14 Uhr beginnt der Hafenspaziergang offiziell. Unser straffer Einsatzplan hält uns den ganzen Tag in Trab. In der Pause besuchen wir die benachbarten Veranstaltungsorte, aber nur kurz denn auch uns macht die Hitze zu schaffen. So sind wir froh, wieder im Schatten des Krakens zu sein und unseren Dienst als Verkäufer im Pavillon, als Platzwart auf der Aussenfläche oder als Gebäudeaufsicht im Hafenamt aufzunehmen.
Unsere Postkartenaktion „Schreib mal wieder – der Kraken bezahlt das Porto“ läuft auch sehr gut an. 270 Postkarten mit unserem Krakenamtmotiv werden von den Besuchern beschrieben. Einige davon gehen nach Thailand, Mexiko, Frankreich, den Niederlanden, Schweiz, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Cool! Und unsere siebgedruckten T-Shirts von textildruck-hafen.de finden auch den einen oder anderen Abnehmer.

Zwischen 21 –  22 Uhr fängt es so stark an zu regnen, dass einer der 10 m Tentakel unter dem Gewicht der Feuchtigkeit zu Boden sinkt. Da kann man nichts machen. Aus Sicherheitsgründen wird das Ärmchen ins Trockene geholt. Der Regenguss hat nun auch unsere letzten Besucher weggespült. Das bedeutet für uns Feierabend! Gemütlich unterm Sonnenschirm lassen wir den Tag ausklingen…bis um 2 Uhr nachts das Unwetter über uns hereinbricht. Zwei weitere Tentakel müssen eingezogen werden. Es sollen aber bis zum nächsten morgen die letzten sein. Die Nachtwache vermeldet keine besonderen Vorkommnisse.


Sonntag 28.8.2016
 – Platt wie ne Flunder!

Der gigantische Oktopus ist heute schon Legende. David hat die Luft aus dem Viech gelassen, wir gehen zusammen in den Biergarten und freuen uns der Erinnerung. Die Presse berichtet, das Krakenamt wird zum Motiv des Hafenspaziergangs 2016. Zu unserer besonderen Freude hat Holga Rosen einen sehr witzigen Cartoon in der lokalen Presse veröffentlicht. Wir danken allen beteiligten Helfern, die bis spät in die Nacht gerackert haben und diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.


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